Düppenweiler

Lage

Düppenweiler liegt etwa 15 km nördlich von Saarlouis bzw. 10 km von Schmelz.
Zu erreichen aus Richtung

  • Neunkirchen über die A 8, Abfahrt Nalbach -> Landstraße -> Düppenweiler
  • Saarbrücken kommend über die A 620 Abfahrt Dillingen Mitte -> B 51 bis Beckingen ->Düppenweiler
     Ortsansicht von Düppenweiler

Geschichte

Die Erzvorkommen wurden um 1725 entdeckt und zunächst wahrscheinlich einige Jahre mit gutem Erfolg abgebaut. Angeblich sollen Rechtsstreitigkeiten dem Bergbau ein Ende gesetzt haben. Wahrscheinlicher war die Erschöpfung der besten Erzmittel die Ursache. Spätere Bergbauversuche datieren von 1769 bis 1781 und von 1786 bis 1787, die neben fehlenden Erzreserven vor allem auch am Problem der Wasserhaltung scheiterten. In das Jahr 1776 fällt der Versuch eine Dampfmaschine zur Wasserhaltung zu installieren. Von 1824 bis 1828 wurde von der Dillinger Hütte eine funktionierende Dampfmaschine eingesetzt und das Grubengebäude gründlich untersucht, ohne Erzreserven nachweisen zu können. Ein letzter Versuch fand 1914/15 statt.

"Fondation pour une pompe à feu" — ein Bauwerk für die Aufnahme einer Dampfmaschine aus dem Jahre 1776. (Foto: Erich Gebhard)
 

Geologie

Düppenweiler liegt wenig südlich der großen Störungszone des Hunsrücksüdrandes. Allerdings wird das Devon des Hunsrücks von der Trias des Merziger Grabens überdeckt. Lediglich am Mühlenberg kommt über einer Überschiebungsbahn eine kleine Schuppe wahrscheinlich unterdevonischer Phyllite und Quarzite an den Tag, die den Namen Düppenweiler in der regionalen Geologie bekannt gemacht hat.

Unweit davon findet sich die Intrusion eines Rhyoliths, die an die Wende Unter-/Oberrotliegendes gestellt wird und das Massiv des Litermonts aufbaut. Im Bereich einer Störung, die das Massiv zerlegt, hat die Intrusion ältere, kalkhaltige Tuffe des gleichen Rhyoliths zu einer Brekzienzone umgewandelt. Die heutige Oberfläche in diesem Bereich entspricht auch grob der Oberfläche nach erster Abtragung und Sedimentation entweder im Oberrotliegenden oder im Buntsandstein. Die stockförmige Mineralisation findet sich sowohl in der Brekzienzone wie in den überlagernden Sandsteinen.

Mineralien

I. Elemente
  • Kupfer
II. Sulfide, Sulfosalze
  • Digenit
  • Bornit
  • Sphalerit
  • Chalkopyrit
  • Tennantit
  • Galenit
  • Cinnabarit
  • Covellin
  • Carrollit
  • Pyrit
  • Cobaltit
  • Markasit
IV. Oxide
  • Cuprit
  • Hämatit
  • Quarz
  • Manganoxidhydrate
  • Goethit
  • Siderogel
V. Karbonate, Borate
  • Siderit
  • Calcit
  • Dolomit
  • Aragonit
  • Cerussit
  • Azurit
  • Malachit
VI. Sulfate
  • Baryt
  • Jarosit
VII. Phosphate
  • Corkit
  • Libethenit
  • Pseudomalachit
  • Apatit
  • Erythrin
  • Tirolit
VIII. Silikate
  • Kaolinit
  • Chrysokoll
IX. Organische Verbind.
  • Asphalt
nach G. Müller: Bergbau PSL Inventar. Blatt Reimsbach, Punkt 6506.30-1. Scheidt 1996

Rechts: Libethenit, Düppenweiler.
Sammlung Helmut Zimmer



Unten: Zinnober, Düppenweiler.
Sammlung Helmut Zimmer


Zinnober, Düppenweiler. Sammlung Helmut Zimmer
Libethenit, Düppenweiler. Sammlung Helmut Zimmer

Fundmöglichkeiten

Die Fundmöglichkeiten sind heute leider recht begrenzt: Die Halden im zentralen Übertagebereich des Bergwerks sind nicht zum Sammeln freigegeben. Lediglich auf der ersten Halde links hinter dem Tor kann noch etwas gesammelt werden. Es bestehen dort jedoch noch Fundmöglichkeiten für verschiedenste Mineralien dieser Lagerstätte.


Besucherbergwerk

Weiter ist in Düppenweiler das Historische Kupferbergwerk zu erwähnen, das als Besucherbergwerk seit 1996 für Besucher auf einer Strecke von ca. 250 m befahrbar ist.


Weiterführende Informationen

Aus dem Bergbau PSL Inventar:

 Mineralien des Bergbaugebiets Düppenweiler
 Geschichte des Bergbaugebiets Düppenweiler



Von unserem Mitglied Manfred Bauer



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