Grube Gondenau, Traben-Trarbach

Beschreibung

Die Erzgänge im Bereich Bernkastel-Traben-Trarbach sind seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Einer ersten Blütezeit folgte bergbauliche Tätigkeit nach dem 30jährigen Krieg, die bis zum 19. Jahrhundert anhielt.

Rund 3 km östlich von Traben-Trarbach liegt die Grube Gondenau im Feld Trarbach gegenüber den Feldern Kampstein, Susanne, Ofen und Leerbrunnen. Das Vorkommen wurde beim Abbau der anstehenden Dachschiefer erkannt und erstmals ab 1928 untersucht. Eine regelmäßige Förderung der Erze fand von 1936 bis 1949 statt. In dieser Zeit wurden 38.586 t Roherz gefördert.

Die Aufschlüsse erfolgten aus 2 Stollen und 5 Tiefbausohlen aus einem 193 m tiefen Schacht. Die tiefste Sohle hatte über ein Gesenk Verbindung mit der 4. Sohle. Der Sohlenabstand betrug 20 bis 30 m.

Der Gang hatte auf den oberen Sohlen 70 m und in der Teufe nur noch 40 m Länge. Die Mächtigkeit schwankte zwischen 1 bis 1,5 m. Die Vererzung besteht aus zusammenhängenden und nesterartig im Quarz eingebetteten Blei-Zinkerzpartien. Anreicherungen von Kupferkies treten in den NW- und SE-Ausläufern auf.

Mineralien

Auf den Halden findet man heute neben den derben Primärerzen Bleiglanz und Zinkblende vor allem Quarz, der meist derb, aber in Drusen teilweise auch in wasserklaren, langprismatischen Kristallen vorkommt.

Pyrit ist ebenfalls ein häufiges Mineral. Er findet sich in bis über 1 cm großen Würfeln, die im Schiefer eingebettet sind.

Besonders zu erwähnen ist auch Linarit, der als kleine intensiv blaue Kristalle relativ häufig vorkommt.

Es bestehen aber auch Fundmöglichkeiten für Anglesit, Brochantit, Calcit, Cerussit, Devillin, Dolomit, Kupferkies sowie Malachit.


Ehemalige Gruben im Feld Traben-Trarbach
(Aus Herbst, Müller: Der Blei- Zinkerzbergbau
im Hunsrück-Gebiet)




Stollenmundloch der Grube Gondenau


Von unserem Mitglied Dr. Thomas Straub


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